ZOE
Zeitschrift Organisations Entwicklung
Stand: Januar 2013

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ZOE vom 01.01.2013, Heft 01, Seite 13 - 14, ZOE0572906
OrganisationsEntwicklung > Reflexion > Schwerpunkt > Aufsatz

Lob der Routine - revisited

Alles bleibt gleich - Die unheimliche Macht der Routine

Helmut Willke

Helmut Willke, Professor für Global Governance an der Zeppelin Universität, Friedrichshafen, Gastprofessuren in Washington, D.C., Genf und Wien Kontakt: helmut.willke@zu.de

Bereits in einer seiner ersten Publikationen setzte sich Niklas Luhman mit der Bedeutung der Routine auseinander. Ein Revival aus heutigem Blickwinkel.

Dass alles gleich bleibt, hängt an der Macht der Routine. Barack Obama, der seine erste Präsidentschaft unter das Motto «change» stellte, hat bemerkenswert wenig verändert und die Macht der Routinen von Washington erfahren müs sen. Der Text behandelt auf der Grundlage von Luhmanns Überlegungen die subversive Kraft der NichtVeränderung. In einer seiner ersten Publikationen überhaupt beschäftigte sich Niklas Luhmann 1964 mit dem Thema, das heute, nahezu fünf zig Jahre später, wieder auf der Tagesordnung steht: Lob der Routine (Luhmann 1964). Wenn die Wellen der Veränderung, Transformation, Anpassung, Innovation, Restrukturierung und der Turnarounds, etc. immer schneller aufeinander folgen und sich zu überschlagen scheinen, und gleichzeitig ein Gefühl des Déjàvu und des rastlosen Stillstandes vorherrscht, dann ist eine Entscheidung offen: Stillstand oder Raserei, Routine oder Abweichung, Gleichstand oder Veränderung, Stasis oder Evolution? Wie immer, löst Luhmann eine solche unmögliche Entschei

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