ZOE
Zeitschrift Organisations Entwicklung
Stand: Januar 2017

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ZOE vom 15.01.2017, Heft 01, Seite 4 - 11, ZOE1225928
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Sinnstiftende Führung in der Arbeitswelt 4.0

Prof. Dr. Heike Bruch / Sandra Berenbold

Prof. Dr. Heike Bruch

Professorin für Leadership an der Universität St. Gallen und Direktorin des dortigen Instituts für Führung und Personalmanagement. Kontakt: heike.bruch@unisg.ch

Sandra Berenbold

Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Führung und Personalmanagement der Universität St. Gallen und Mitglied der Geschäftsleitung der energy factory St. Gallen. Kontakt: sandra.berenbold@unisg.ch

Wie muss Führung im modernen Arbeitskontext gestaltet sein, um einerseits die Potenziale erhöhter Freiheit, Flexibilität und Innovativität zu nutzen und andererseits sinnstiftende Orientierung und Inspiration zu geben? Führung über Sinn gewinnt nicht nur im Kontext der Arbeitswelt 4.0 immer mehr an Bedeutung, sondern wird in Zeiten zunehmender Beschleunigung in Unternehmen auch zunehmend zum Schlüsselfaktor, um Sinnblockaden und deren negative Konsequenzen durch Zeitmangel, Defokussierung und emotionale Erschöpfung von Führungskräften zu vermeiden.

Artikel-Inhalt

  • Ist Sinnstiftende Führung in der neuen Arbeitswelt noch zeitgemäß?
  • Die Beschleunigungsfalle als Sinnblockade
  • Mangel an Zeit für sinnstiftende Führung durch die Beschleunigungsfalle
  • Defokussierung durch die Beschleunigungsfalle
  • Emotionale Erschöpfung von Führungskräften in der Beschleunigungsfalle
  • Führen über Sinn wird in der Arbeitswelt 4.0 wichtiger und schwieriger
  • Die Top Führungskräfte als Haupttreiber
  • Eine strategische Führungsaufgabeaufgabe ist die Entwicklung der Arbeitskultur 4.0
  • Sichtbare Vorbildfunktion in der neuen Arbeitswelt
  • Fazit

Megatrends wie Globalisierung, Digitalisierung, Individualisierung, Volatilität und zunehmende Diversität sind Auslöser dafür, dass sich die Arbeitswelt spürbar verändert. Viele Unternehmen erfinden sich bezüglich ihrer Unternehmensstrukturen und Arbeitsmodelle zurzeit neu. Oft ist die Transformation in die neue Arbeitswelt darauf ausgerichtet, agiler und innovativer zu werden, schneller auf veränderte Wettbewerbsbedingungen reagieren zu können oder Chancen der Digitalisierung besser zu nutzen. Der in diesem Zusammenhang neu entstandene Begriff der Arbeitswelt 4.0 beschreibt ein Arbeitsumfeld, das gekennzeichnet ist durch eine hohe Fluidität der Strukturen, Virtualität der Teamarbeit und netzwerkartige Formen der Zusammenarbeit. Die Veränderungen betreffen demnach die Arbeit, Interaktionen und Führung in Unternehmen auf allen Ebenen (Bruch & Schuler 2015).

Dem Umbruch der Arbeitswelt können Unternehmen mittelfristig kaum entgehen. Um langfristig erfolgreich zu bleiben, gilt es, diese Entwicklung

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