ZOE
Zeitschrift Organisations Entwicklung
Stand: April 2019

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ZOE vom 15.04.2019, Heft 02, Seite 117 - 118, ZOE1300718
OrganisationsEntwicklung > Bücher > Rezension

Transformationen in «sozialen» Organisationen

Karsten Trebesch

Karsten Trebesch (KT), Trebesch & Asociados, Beratung für Unternehmensentwicklung und Veränderungsmanagement; Mitbegründer der ZOE

E-Mail: trebesch@trebesch-asociados.de

Marlies W. Fröse, Transformationen in «sozialen» Organisationen, Verborgene Komplexitäten – Ein Entwurf, Ergon 2015, 584 Seiten, Euro 58

«Sozialmanagement hat immer noch einen mehrdeutigen Ruf. Schlimmer: Es polarisiert»

Was in diesem Buchtitel in Anführungsstriche gesetzt wird, bedeutet eigentlich, dass es sich um ein Buch zum Management bzw. dem Veränderungsmanagement in sozialen Organisationen handelt. Sozialmanagement hat immer noch «einen mehrdeutigen Ruf. Schlimmer: Es polarisiert eigentlich», wie Michael Winter im Vorwort schreibt. Und dennoch ist es ein voluminöses Buch zu einer Theorie des Sozialmanagements, bzw. der Sozialwirtschaft.

Die neun Kapitel dieses wirklich wichtigen beachtenswerten Buches zum Sozialmanagement sind in zwei Strängen verknüpft: Einmal wird eine Theorie sozialer Organisationen entwickelt, in die Darstellungen der Konzeptentwicklungen zum Wandel/Transformation und deren Akteure eingewoben sind.

Im ersten Kapitel werden die Basis-Konzepte dargestellt, sozusagen die Verständnis-Grundlagen gelegt. Im zweiten Kapitel werden Transformationen im Kontext gesellschaftlicher Entwicklungen reflektiert. Das dritte Kapitel behandelt die Grundbestimmungen von Sozialmanagement und Sozialwirtschaft, was mich sehr interessiert hat (siehe oben). Fragen der Komplexität, zum Management und zur Führung sind Inhalt des 4. Kapitels. Meilensteine im Leben von Friedrich Glase und die Entwicklung der OE werden im 5. Kapitel dargestellt. Daran hat mich natürlich die Darstellung der OE interessiert.

Leadership und Mixed Leaderships beziehungsweise Gender sind die Inhalte der Kapitel 6 und 7, die durch die differenzierte Analyse beeindrucken. Über verborgene Komplexität bzw. konkreter über Rationalität, Emotionen u. a. wird im achten Kapitel diskutiert, um das Buch mit den Schlussbetrachtungen, insbesondere Empfehlungen im 9. Kapitel abzuschließen.

Beeindruckend und hilfreich ist das Vorwort von Michael Winkler, weil er den Kontext dieser umfangreichen Arbeit und die «erheblichen Herausforderungen dieses Werkes» erläutert.

Die Hochschullehrerin Marlies W. Fröse hat eine Arbeit vorgelegt, die nicht ZOE 02/2019 S. 118nur eine Übersicht ermöglicht, sondern unzählige Anregungen für die weitere Diskussion liefert. (KT)

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