ZOE
Zeitschrift Organisations Entwicklung
Stand: April 2019

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ZOE vom 15.04.2019, Heft 02, Seite 116 - 117, ZOE1300714
OrganisationsEntwicklung > Bücher > Rezension

Die Illusion der Unbesiegbarkeit

Karsten Trebesch

Karsten Trebesch (KT), Trebesch & Asociados, Beratung für Unternehmensentwicklung und Veränderungsmanagement; Mitbegründer der ZOE

E-Mail: trebesch@trebesch-asociados.de

Andreas Krebs/Paul Williams, Die Illusion der Unbesiegbarkeit, Warum Manager nicht klüger sind als die Inkas vor 500 Jahren, Gabal 2018, 239 Seiten, Euro 29.90, E-Book: Euro 25.99

«Möglicherweise ist es gerade die Illusion der Unbesiegbarkeit, die den rasanten Absturz vorprogrammiert – Jeder langdauernde Erfolg trägt in sich schon den Keim des Scheiterns, weil die Akteure blind werden»

Zwei erfolgreiche Top Manager legen die psychologischen Muster der Grundkonstanten menschlichen Wirkens in der Unternehmenswelt auf – die des Gelingens und die des Scheiterns. Das geht selbstkritisch und vergnüglich zu. Die gelungene Reflexion über das Management wurde von 21 Interview-Partnern unterstützt (Top Manager, Psychoanalytiker, Unternehmensberatende und ein bekannter junger Bürgermeister).

Als roten Faden haben die Autoren die Inkas gewählt, die Idee dazu kam auf einer gemeinsamen Reise. Am Auf- und Abstieg der Inkas spiegeln sie den Erfolg und Niedergang von Konzernen. Diese Inka-Idee liefert einen neuen Blickwinkel auf das alte Thema Führungslehre.

Die Autoren beschreiben nicht nur die Management-Welt der Großkonzerne, sondern sie geben auch Anregungen, wie man der ständig drohenden Ego-Falle ausweicht. Und das alles geschieht ohne Moralisierung, ohne Besserwisserei, sondern ist das Ergebnis von selbstkritischer Reflexion.

Die Autoren zerreißen den Mythos der Rationalität im Management an vielen Beispielen. Sie zeigen, dass eben nicht die Sachargumente dominieren und die Emotionen doch eine Rolle spielen. (KT)

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