ZOE
Zeitschrift Organisations Entwicklung
Stand: April 2019

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ZOE vom 15.04.2019, Heft 02, Seite 92 - 99, ZOE1300682
OrganisationsEntwicklung > Werkzeugkiste > Aufsatz

Werkzeugkiste (59): Gruppenentscheidungsverfahren für Teams

Christian Rüther

Christian Rüther

Professioneller Weltverbesserer, Unternehmensberater, Lebens- und Sozialberater. Kontakt: chrisruether@gmail.com

Gute Werkzeuge sind eine wichtige Voraussetzung für erfolgreichen Wandel. Trotzdem hängt das Gelingen komplexer Veränderungsprojekte weniger vom Werkzeug selbst als von dem Kontext ab, in dem es angewendet wird. Deshalb stellen wir in der Rubrik Werkzeugkiste interessante Methoden für die Praxis der Veränderungsarbeit anhand ihrer Geschichte, Spezifika und Anwendungszusammenhänge vor. Gruppenentscheidungsverfahren eröffnen Teams in Zeiten der Selbstorganisation neue Wege.

Artikel-Inhalt

  • Gemeinsam statt einsam
  • Delegation von Macht
  • KonsenS und KonsenT
  • Mehrheitsentscheid und Systemisches Konsensieren
  • Vergleich der Verfahren
  • Einmaliges Experimentieren
  • Sanfter Einstieg mit Entscheidungspoker
  • Die Zeitdimension von Entscheidungen

Gemeinsam statt einsam

In fast allen Unternehmen mit Selbstorganisation wird die Entscheidungsmacht von der Führungskraft delegiert. Entweder an einzelne Mitarbeitende, die innerhalb eines bestimmten Rahmens eigenverantwortlich entscheiden können oder das Team entscheidet gemeinsam im Kollektiv. Dieser Beitrag beschreibt zwei bekannte und zwei neue Gruppen-Entscheidungsverfahren. Neben dem KonsenS und Mehrheitsentscheid haben sich in den letzten fünf Jahren zwei praktische Alternativen etabliert: KonsenT und Systemisches Konsensieren.

Abbildung 1: Vier Entscheidungsverfahren für Teams

ZOE 02/2019 S. 93

Delegation von Macht

Wenn die Entscheidungsmacht von der Führung an das Team delegiert wird, gibt es viele Herausforderungen (Abbildung 2).

Die Tradition langjähriger hierarchischer Strukturen hat alle stark geprägt. Es braucht viel Zeit und Geduld, damit sich eingefahrene Muster ändern. Der wichtigste Aspekt ist die Klarheit und Konsequenz der obersten Führungskraft. Sie gibt ihre Macht ab, gestaltet

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