ZOE
Zeitschrift Organisations Entwicklung
Stand: April 2019

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ZOE vom 15.04.2019, Heft 02, Seite 73 - 78, ZOE1300671
OrganisationsEntwicklung > Erfahrung > Aufsatz

Abschied von der Möhre

Ende der variablen Vergütung bei Super RTL

Nadja Hereitani

Nadja Hereitani

Personalleiterin und Mitglied der Geschäftsführung bei SUPER RTL. Kontakt: Nadja.Hereitani@superrtl.de

Transparenz bei der Vergütung führt nicht automatisch zu mehr Zufriedenheit bei den Mitarbeitenden. Bedingte Belohnungen wie Bonusvereinbarungen und -zahlungen ebenfalls nicht. Sie helfen nicht nur nicht, sie richten sogar regelmäßig großen Schaden an. Warum Führungskräfte trotzdem daran festhalten und was tatsächlich Zufriedenheit und Motivation erzeugt, skizziert dieser Beitrag. Eine Erfahrungsreise von Super RTL.

Artikel-Inhalt

  • Was war das Learning?
  • Worum geht es denn eigentlich?
  • Projektauftrag und Zielsetzung
  • Die Suche nach den Ursachen der Unzufriedenheit
  • Der Blick der Wissenschaft
  • Die Gefahren von Wenn-dann-Belohnungen
  • Die Umwandlung von variabel in fix
  • Steigerung der Gehaltszufriedenheit — weitere Maßnahmen
  • Die Ergebnisse der Veränderung
  • Fazit aus der Sicht des Unternehmens

Die Erfolgsbedingungen für Menschen und Unternehmen werden schwieriger, denn die digitale Revolution bringt eine veränderte Arbeits- und Lebenswelt mit sich, die häufig mit VUCA bezeichnet wird (Volatility – Uncertainty – Complexity – und Ambiguity). Unsere Umwelt verändert sich in der heutigen VUCA-Welt schneller und macht eine permanente Anpassungsleistung der Menschen und Unternehmen notwendig. Um auch zukünftig erfolgreich zu sein, müssen Unternehmen daher einerseits weiterhin eine hohe Effizienz verfolgen (Exploitation). Andererseits gilt es jedoch zur gleichen Zeit mit der Geschwindigkeit der Veränderungen im Markt Schritt zu halten und innovativ zu sein. Das erfordert ein diametral anderes Verhalten, nämlich kreatives und risikoaffines Ausprobieren, welches schnelle Lernerfahrungen ermöglicht (Exploration). Aufgrund der inne liegenden Diametralität scheitern viele Führungskräfte und Unternehmen, denn sie müssen etwas tun und gleichzeitig das Gegenteil davon machen – eine paradoxe

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