ZOE
Zeitschrift Organisations Entwicklung
Stand: April 2019

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ZOE vom 15.04.2019, Heft 02, Seite 56 - 59, ZOE1300660
OrganisationsEntwicklung > Erfahrung > Aufsatz

Die Tücken des Selbstmanagements

Die (fr-)agile Führungskraft inmitten klassischer Konzernstrukturen. Ein Erfahrungsbericht.

Armin Czeppel

Armin Czeppel

bis zum Vorruhestand 12/17 stellv. Leiter Zentralstelle für OE, Robert Bosch GmbH, Stuttgart. Kontakt: a.czeppel@yahoo.de

Geradezu reflexhaft lautet die Antwort auf die sich verändernden Rahmenbedingung von Organisationen: Agilität. Deren konkrete Umsetzung in traditionellen Konzernstrukturen ist eine besondere Herausforderung. Ein persönlicher Einblick in die Einführung von Selbstorganisation in einer Abteilung bei Bosch.

Artikel-Inhalt

  • Die erste reale Erkenntnis: Selbstorganisation als Führungsfalle
  • Agile Rollen im klassischen Kontext
  • Portfoliomanagement und Führungsverständnis — neu definiert
  • Feedback: Klingt gut — aber wie aushalten?
  • Mitarbeiter-Beurteilung und -Entwicklung: Prozess vs. Agilität
  • Der Selbst-Check
  • Fazit

Agiles Arbeiten gilt als Lösung auf die Herausforderungen der VUCA-Welt und die immer schneller variierenden Anforderungen der Kunden. Doch was in kleinen Start-ups oder Software-Abteilungen vergleichsweise einfach umgesetzt werden kann, bedeutet für größere Konzerne einen enormen Kraftaufwand. Im großen Stil werden Scrum-Master und Agile Coaches ausgebildet, Organisationseinheiten und Arbeitsmodelle agil umstrukturiert und die entsprechenden räumlichen Arbeitsbedingungen geschaffen.

Doch der enorme Veränderungsdruck, der auf die Menschen zukommt, wird leicht unterschätzt, denn der Change Prozess für alle Betroffenen ist dramatischer, als es scheinen mag. Speziell Führungskräfte (FK), die in einer klassischen Führungsrolle in einem traditionellen Konzern eingebettet und konditioniert wurden, müssen über Nacht neue Rollen, Verhaltensmuster und Prinzipien lernen und leben. Denn was die Mitarbeitenden (MA) an Eigenverantwortung und Selbstorganisation gewinnen, bedeutet für die FK: weg von

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