ZOE
Zeitschrift Organisations Entwicklung
Stand: Januar 2019

In 'Meine Akten' einfügen

ZOE vom 15.01.2019, Heft 01, Seite 86 - 93, ZOE1290850
OrganisationsEntwicklung > Fallklinik > Aufsatz

Mut zum offenen Ausgang

Fallbeispiel einer organisationalen Erneuerung

Wilfried Görgen / Markus Peters / Prof. Dr. Egon Endres / Prof. Dr. Heiko Roehl

Wilfried Görgen

Stabsstelle Organisations- und Qualitätsentwicklung. Kontakt: wilfriedgoergen@netcologne.de

Markus Peters

Vorstandsvorsitzender, SKM Köln — Sozialdienst Katholischer Männer e. V.. Kontakt: markus.peters@skm-koeln.de

Prof. Dr. Egon Endres

Professor für Sozialwissenschaften und Sozialmanagement an der Katholischen Stiftungshochschule München, Campus Benediktbeuern, Organisations- und Strategieberater. Kontakt: egon.endres@ksh-m.de

Prof. Dr. Heiko Roehl

Redakteur der OrganisationsEntwicklung, Geschäftsführender Gesellschafter Kessel & Kessel GmbH. Kontakt: hr@heikoroehl.de

Ein komplexes Organisations- und Personalentwicklungsprojekt im Sozialdienst Katholischer Männer Köln e. V., einem Verband der freien Wohlfahrtspflege, verdeutlicht, wie der weitreichende Charakter der Umsteuerung für alle Beteiligten eine erhebliche Herausforderung darstellte. Viele Mitarbeiter/innen erlebten das Projekt in der Ambivalenz zwischen «Was habe ich mir damit angetan» und «Ich bin stolz, ein Teil davon zu sein».

In unserer Rubrik «Fallklinik» stellen wir Veränderungsprojekte unserer Autoren und Autorinnen zur Diskussion, um für AutorInnen und LeserInnen eine erweiterte Plattform gemeinsamen Lernens zu schaffen. Die Fallklinik steht allen offen: Haben Sie Interesse an einer zweiten Meinung? Wir freuen uns über die Einreichung Ihres Veränderungsprojekts!

Artikel-Inhalt

  • Ausgangssituation und Herausforderungen
  • Das Organisations- und Personalentwicklungsprojekt
    • Ziele und Grundsätze
    • Das Transformationsmodell
    • Personalentwicklungsprojekt
    • Organisationsentwicklungsprojekt
  • Verlauf und Ergebnis
    • Eingewöhnungsphase
    • Phase dynamischer Entwicklung
    • Stabilisierungs- und Entscheidungsphase
  • Resümee und Ausblick
    • Zielerreichung
    • Weitere organisationsbezogene Lerneffekte

Ausgangssituation und Herausforderungen

Der SKM Köln sah sich, wie viele andere soziale Organisationen auch, mit grundlegend veränderten Rahmenbedingungen konfrontiert: Soziale Unternehmen sind als Leistungserbringer mit den Leistungsträgern (u. a. Sozialversicherungen, Staat) und den Leistungsempfängern (u. a. Klienten, Patienten, Nutzer) eingebunden in einem «sozialrechtlichen Dreiecksverhältnis». Unter dem Leitbild des «aktivierenden Sozialstaat» (Schröder & Blair, 8. Juni 1999) wurden Wettbewerbs- und Konkurrenzelemente in das Dreiecksverhältnis eingeführt, die die Finanzierungsgrundlagen und die Arbeitsbedingungen sozialer Unternehmen wesentlich verändert haben. Diese generelle Entwicklung war für den SKM Köln in dreifacher Hinsicht eine besondere Herausforderung: Zum einen hat der «aktivierende Sozialstaat» durch seine Maßnahmen (z. B. «Harz I bis IV») selbst dazu beigetragen, dass immer mehr Menschen soziale Hilfen benötigen. Zum anderen sind die wesentlichen Zielgruppen des SKM

div
Der Volltext dieses Inhalts steht exklusiv Abonnenten zur Verfügung.
Top