ZOE
Zeitschrift Organisations Entwicklung
Stand: Januar 2019

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ZOE vom 15.01.2019, Heft 01, Seite 32 - 33, ZOE1290814
OrganisationsEntwicklung > Gespräch > Interview

«Wir brauchen mehr Räume für Partizipation»

Margit Berndl

Margit Berndl

Vorstand Verbands- und Sozialpolitik des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Landesverband Bayern e.V.. Kontakt: margit.berndl@paritaet-bayern.de

Margit Berndl ist seit 2010 Vorstand Verbands- und Sozialpolitik des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, Landesverband Bayern e. V., dem 800 gemeinnützige soziale Organisationen angeschlossen sind, die in allen Feldern Sozialer Arbeit mit insgesamt ca. 60.000 hauptamtlich Beschäftigten und ca. 26.000 ehrenamtlich Engagierten tätig sind. Sie ist seit 2005 Vizepräsidentin des Bayerischen Landesfrauenrats, seit 2015 Mitglied des Hochschulrats der HAW Landshut. Berndl wirkt regelmäßig in Gremien mit, die sich mit gesellschaftlichen Zukunftsfragen beschäftigen, so u. a. 2010/2011 als Mitglied des Zukunftsrats der Bayerischen Staatsregierung oder 2016 – 2018 im Dialogforum Leben und Arbeiten 4.0 unter der Leitung der Staatssekretäre von Sozial- und Wirtschaftsministerium in Bayern.

Margit Berndl

ZOE: Vor der Landtagswahl in Bayern 2018 haben Sie mit einem Forderungskatalog an die bayerische Politik appelliert, damit diese der von Ihnen beobachteten wachsenden sozialen und kulturellen Spaltung unserer Gesellschaft, die den sozialen Frieden gefährdet, entgegenwirken kann. Was sind aus Ihrer Perspektive die sozialen Probleme und Herausforderungen, die angegangen werden müssen?

Berndl: Als wir uns im Sommer 2018 mit «Unser Bayern sozial – offen – vielfältig» zu Wort meldeten, war die öffentliche Debatte gerade in Bayern von einer starken Aus- und Abgrenzungsrhetorik gegen Flüchtlinge geprägt. Das wachsende Klima der Polarisierung und Stigmatisierung sozialer Gruppen, das innere Auseinanderfallen der Gesellschaft nehmen wir mit großer Sorge wahr. Mit der Beschreibung unserer Vorstellung eines offenen, vielfältigen und sozialen Bayerns wollten wir dieser beunruhigenden Entwicklung deutlich entgegentreten. Zugleich zeigen wir mit den Forderungen den notwendigen

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