ZOE
Zeitschrift Organisations Entwicklung
Stand: April 2018

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ZOE vom 15.04.2018, Heft 02, Seite 59 - 65, ZOE1267434
OrganisationsEntwicklung > Erfahrung > Aufsatz

Strukturierter Wissenstransfer in agilen Organisationen

Benno Ackermann

Benno Ackermann

Geschäftsführer wissenstransfer.ch. Kontakt: benno.ackermann@wissenstransfer.ch

Die zunehmende Komplexität und der schnelle Wandel beispielsweise durch die Digitalisierung erzeugen in Organisationen vermehrt Druck: besser werden, Potenziale nutzen, sich immer wieder neu erfinden, Motivation für Mitarbeitende erhöhen, Arbeitgeber-Attraktivität steigern, etc. Die Lernzyklen der agilen Organisation und der Mitarbeitenden müssen dabei immer kürzer und effizienter werden. Dem strukturierten Wissenstransfer von Schlüsselpersonen kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu.

Artikel-Inhalt

  • Wissenstransfer … das machen wir alle, Tag für Tag
  • Strukturierter Wissenstransfer im Detail — drei Phasen zum Erfolg
  • Initialisierung — Grundlage und Zielsetzung erarbeiten
  • Phase 1: Identifizierung — Erfahrungswissen sichtbar machen
    • Verwendete Zeichen und Symbole in der Wissenslandkarte
  • Phase 2: Transfer — Wissen strukturiert und priorisiert weitergeben
  • Phase 3: Transformation — Wissen umwandeln
  • Fazit

Wissenstransfer … das machen wir alle, Tag für Tag

Täglich verschwenden zahlreiche Firmen entscheidende Differenzierungspotenziale: Unternehmenswissen, Mitarbeiterkompetenzen und Kunden-Knowhow. Immer dann, wenn Schlüsselpersonen das Unternehmen verlassen, verschwindet mit dem Menschen auch das entsprechende Erfahrungswissen.

Verlässt eine Schlüsselperson für längere Zeit (z. B. bei Krankheit, Urlaub) oder für immer (z. B. Pensionierung, Rente, interner Jobwechsel, Kündigung) ihren Arbeitsplatz, stehen Führungskräfte vor der Herausforderung, eine Nachfolge oder Stellvertretung zu rekrutieren und zeitnah einzuarbeiten. Zum Glück ist da der Stellenbeschrieb der Vorgängerin – aber ist dieser noch aktuell? Was machte die Vorgängerin genau? In welchen Projekten war sie wie beteiligt? Wie hießen die Stakeholder in den verschiedenen Bereichen? Welche beruflichen Kontakte und Vernetzungen pflegte die Betreffende?

Wenn Mitarbeitende das Unternehmen verlassen, geht wertvolles Erfahrungswissen (implizites

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