ZOE
Zeitschrift Organisations Entwicklung
Stand: Juli 2016

In 'Meine Akten' einfügen

ZOE vom 15.07.2016, Heft 03, Seite 81 - 84, ZOE1211351 (ZOE1209563)
OrganisationsEntwicklung > Gespräch > Interview

Humble Consulting: Aufforderung zum interaktiven Tanz

Ein neues Beratungsverständnis lenkt den Blick auf jene Punkte, die dem Klienten wirklich Sorgen bereiten

Prof. Dr. Ed Schein

Prof. Dr. Ed Schein

Sloan Professor emeritus für Organisationspsychologie und Management am Massachusetts Institute of Technology in Cambridge. Schein Organizational Culture and Leadership Institute

Die Klienten-Berater-Beziehung wird vom ersten Moment der Begegnung an bestimmt. Wer als Berater eine personalisierte Beziehung sucht, muss entsprechend kommunizieren. Ein Gespräch mit Edgar H. Schein, Professor Emeritus der MIT Sloan School of Management und Co-Founder des Organizational Culture and Leadership Institutes OCLI.org, über Bescheidenheit im Beratungsprozess.

Prof. Dr. Ed Schein

OE: Was hat Sie dazu bewegt, Ihr neues Buch «Humble consulting» (Bescheidene Beratung) zu schreiben?

Schein: Nun, da gibt es mehrere Faktoren; ich bin schon immer Organisationsberater. Aber ich habe in den letzten Jahren festgestellt, dass die Probleme, mit denen Kunden zu uns kommen, viel komplexer, unordentlicher und systemischer sind und nicht mehr taugen für dieses Modell von «mach eine Diagnose und dann eine Intervention.» Das funktioniert nicht mehr. Als Antwort darauf fand ich in meinen Beziehungen zu Auftraggebern, dass ich ein neues Konzept entwickeln musste, das ich in meinem neuen Buch formuliere.

OE: Was ist neu an diesem Beratungsverständnis?

Schein: Was wahrscheinlich das wirklich Neue ist, ist das Wort «bescheiden». Denn ich sage, dass beide, die Kunden und ich, bescheiden sein müssen angesichts der Probleme, denen Organisationen heute gegenüberstehen. Zudem habe ich entdeckt, dass der Berater dem Auftraggeber gegenüber sehr bescheiden

div
Der Volltext dieses Inhalts steht exklusiv Abonnenten zur Verfügung.
Top