ZOE
Zeitschrift Organisations Entwicklung
Stand: Juli 2014

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ZOE vom 01.07.2014, Heft 03, Seite 81 - 84, ZOE0664319
OrganisationsEntwicklung > Reflexion > Aufsatz

Empathie 3.0

Karim P. Fathi

Dr. Karim P. Fathi, Partner von Engelke, Minx und Partner -- DIE DENKBANK -- Projektleiter Resilienz an der Steinbeis Hochschule Berlin Kontakt: fathi@diedenkbank.de

Einerseits sind die Vorteile eines — zunehmend auch geforderten — empathischen Führungsstils durchaus belegt, andererseits weht in der Praxis ein anderer Wind. Der Beitrag zeigt, wie diesem «Empathie-Paradoxon» begegnet werden kann.

Warum ist «Empathie» heute in aller Munde und auch in der Wirtschaftswelt auf dem Vormarsch? Warum belegen auf der anderen Seite Studien einen allgemeinen Rückgang von Empathiefähigkeit, insbesondere im TopManagement? Wie kommt es zu dem sich hieraus ergebenden «EmpathieWiderspruch»? Diesen Fragen und den Potenzialen eines zeitgemäßen, im Entstehen begriffenen Empathieverständnisses widmet sich der vorliegende Artikel. «Empathie» ist populär und auf immer mehr Gebieten auf dem Vormarsch, vor allem im Führungskräftetraining. Es häu fen sich Medienberichte mit Titeln wie «Die Macht des Mitge fühls» (Dworschak 2013) oder «Empathie ­ die unterschätzte Führungskompetenz» (Jumpertz 2013). Noch bis in die 1970er und 1980er Jahre, war der Empathie begriff relativ unbedeutend, weil bis dato vor allem in der Wirt schaftswelt die Meinung vorherrschte, dass (zu viel?) Beeinflus sung durch Gefühle, seien es die eigenen oder die der Mitmen schen, zu irrationalen Entscheidungen führen könne. Dem Verstand

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