ZOE
Zeitschrift Organisations Entwicklung
Stand: April 2005

In 'Meine Akten' einfügen

ZOE vom 01.04.2005, Heft 02, Seite 44 - 51, ZOE0300333
OrganisationsEntwicklung > Beitrag > Schwerpunkt > Aufsatz

Der systemische Klient

Michael Mohe

PROF. DR. MICHAEL MOHE, Juniorprofessor für Business Consulting und Leiter der Forschungsgruppe CORE ­ Consulting Research an der Universität Oldenburg Universität Oldenburg Fakultät 2, Institut für BWL 1 CORE ­ Consulting Research Ammerländer Heerstrasse D-26111 Oldenburg Fon 0049-441-798-4183 Fax 0049-441-798-4193 Michael.mohe@consultingresearch.de

Bisher war das systemische Beobachten ein Privileg der Beraterseite. Doch warum soll nicht auch der Klient von diesem Vorgehen profitieren? Michael Mohe bespricht Möglichkeiten des systemischen Beobachtens auf Klientenseite und reflektiert die Implikationen, die das für die Beraterseite hat.

Zu den grundlegenden Techniken der systemischen Beratung gehört das Konzept der systemischen Beobachtung. Bislang ist jedoch noch nicht näher untersucht worden, was passiert, wenn sich Klienten nun ebenfalls als systemische Beobachter positionieren. Der Beitrag zeigt, dass das systemische Beobachtungskonzept nicht nur für Berater, sondern auch für Klienten nutzbar gemacht werden kann. Aus dieser «Verkehrung» ergeben sich weit reichende Implikationen für die Praxis der Beratung. Michael Mohe Der systemische Klient Was passiert, wenn Klienten ihre Berater beobachten? M indestens zwei Aspekte fallen einem aufmerksamen Beobachter der Beratungsliteratur auf: Erstens, die Beratungsforschung widmet sich überwiegend der Beraterseite und vernachlässigt die Klienten (vgl. Grün 1990; Mohe 2003). Zweitens, wenn Unternehmensberatung theoretisch aufgearbeitet wird, dann wird auffallend häufig auf die systemische Beratung zurückgegriffen. Allerdings ist auch diese Diskussion überwiegend an die Beraterseite

div
Der Volltext dieses Inhalts steht exklusiv Abonnenten zur Verfügung.
Top