ZOE
Zeitschrift Organisations Entwicklung
Stand: April 2005

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ZOE vom 01.04.2005, Heft 02, Seite 4 - 13, ZOE0300329
OrganisationsEntwicklung > Serie > Schwerpunkt > Aufsatz

Zur Kritik an der Organisationsentwicklung

Joachim Freimuth

PROF. DR. JOACHIM FREIMUTH ist Professor an der Hochschule Bremen und Berater für Organisationsentwicklung und Personalführung in Achim bei Bremen Tannenbergstrasse 17 D-28832 Achim Fon ++49-172-4022095 joachim.freimuth@tonline.de

Die Debatte um die Zukunftsfähigkeit der OE lässt sich einordnen in die Diskussion über Konzepte der Steuerung und der Begründung von Führungsentscheidungen in modernen sozialen Organisationen. Joachim Freimuth beschreibt die Aushandlungslogiken, die der Steuerung von Systemen zugrunde liegen. Übrigens eine typische deutsche Debatte über Führung.

Im Vordergrund des Textes stehen zwei Aspekte. Einmal möchte ich die gegenwärtige Kritik an der OE im Zusammenhang von veränderten Verständnissen der Steuerung sozialer Systemen interpretieren. Steuerung benötigt Entscheidungen, aber ihre Grundlagen werden in komplexen und konfliktreichen Organisationen immer wieder hinterfragt. OE und heute die Systemtheorie bieten dafür Lösungen an, die auf Aushandlungslogiken beruhen. Zweitens möchte ich zeigen, dass es sich bei dieser Kritik um eine deutsche Diskussion handelt, die auch unseren historischen Nachholbedarf an einem unbefangenen Umgang mit der Begründung von Führung spiegelt. Joachim Freimuth Zur Kritik an der Organisationsentwicklung Eine systematische und historische Einordnung I n den letzten Ausgaben der OE wurden Debatten über die Zukunftsfähigkeit der OE und auch des Projektmanagements geführt. Zwei wichtige soziale Innovationen standen ­ m. E. nicht zufällig ­ zeitgleich auf dem Prüfstand, die sich auf verschiedene Weise mit der

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