ZOE
Zeitschrift Organisations Entwicklung
Stand: Juli 2004

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ZOE vom 01.07.2004, Heft 03, Seite 14 - 21, ZOE0300281
OrganisationsEntwicklung > Beitrag > Aufsatz

"Als hätte es die Beschneidung von Mädchen nie gegeben"

Barbara Rocksloh-Papendieck

DR. BARBARA ROCKSLOHPAPENDIECK, Soziologin, Promotion über Frauenarbeit in Ghana, seit 1994 leitende Mitarbeiterin im Programm Mali-Nord (GTZ/KfW) Coopération Allemande (GTZ/KfW) Programme Mali-Nord Boite Postale 100, Bamako, Mali Fon +223-223 09 71 Fax +223-223 28 95 http://www.programmmalinord.de

Mehrere Buchveröffentlichungen haben inzwischen für das Thema «Beschneidung von Mädchen» in zumeist islamisch geprägten Ländern Nordafrikas sensibilisiert: Ein barbarischer Brauch, der aber tief in der Kultur verankert und deshalb nur schwer abzuschaffen ist ­ so scheint es. Mehr als eine unangenehme Überraschung war deshalb, als ein erfolgreiches Projekt der GTZ und KfW im Norden Malis dahin zu führen drohte, mit den erwirtschafteten Mitteln die Kosten für die Beschneidungen zu finanzieren. Wie dies verhindert werden konnte und was daraus zu lernen ist, schildert der nachfolgende Bericht. Barbara Rocksloh-Papendieck «Als hätte es die Beschneidung von Mädchen nie gegeben.» Drei Dörfer ­ drei Erfahrungen im Norden Malis M ali liegt am südlichen Rand der Sahara in Westafrika und es ist eines der ärmsten Länder der Welt. Die folgende Geschichte spielt in einer für die überwiegende Mehrzahl der Leser fremden Wirklichkeit. Was sie erzählt, sollte den meisten Praktikern der Organisationsentwicklung

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